Schwerbehinderung

Wichtiges zur Schwerbehinderung

Häufige Streitpunkte sind die Feststellung einer Schwerbehinderung, die Höhe des Grades der Behinderung (GdB) oder die Erteilung eines Merkzeichens.

Eine Schwerbehinderung liegt ab einem GdB von 50 vor. Es bestehen Vorteile für Arbeitnehmer, wie zusätzliche Urlaubstage oder ein besonderer Kündigungsschutz. Auch behinderte Menschen mit einem niedrigeren GdB haben im Rahmen des Sozialgesetzbuches IX Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen oder eine Unterstützung im Arbeitsleben. Durch einen Gleichstellungsantrag können auch behinderte Menschen ab einem GdB von 30 in den Genuss des besonderen Kündigungsschutzes kommen. Auch Arbeitgeber profitieren, indem sie für die Beschäftigung Behinderter Zuschüsse und Unterstützung erhalten können.

Nach einem Schwerbehindertenantrag werden vom Versorgungsamt anhand von Befunden der behandelnden Ärzte der Grad der Behinderung und die Merkzeichen bestimmt. Grundlage bilden die „Versorgungsmedizinischen Grundsätze“.

Was können wir tun?

Wenn der Antrag abgelehnt wird oder der festgestellte GdB Ihrer Auffassung nach zu niedrig ist, sollten Sie rechtlichen Rat einholen. Nach Einsicht in die Akte kann gemeinsam mit Ihnen festgestellt werden, ob alle Krankheiten/Beschwerden berücksichtigt wurden und ob der festgestellte Grad der Behinderung angemessen ist. Da die Beurteilung des Versorgungsamtes im Regelfall ohne Untersuchung und nur vom Schreibtisch aus erfolgt, sind die Einschätzungen oft fehlerhaft! Beachten Sie in jedem Fall, die unter der Rubrik „Sozialrecht“ benannten Fristen.